Black in Dark 1 – Borderline, 2008
Der erste Eindruck? Schwarz. Aber kein bedeutungsloses Schwarz. Sondern eher ein tiefer Raum, aus dem etwas hervorglimmt. Ein Bild. Gerade so, dass es wahrgenommen werden kann. Und interpretiert. Denn das ist das Schöne an diesem farblichen Nichts. Es saugt Bedeutung auf. So, dass der Beschauer sie wieder rekonstruieren muss. Zu seinen Bedingungen. Mit seiner Vorstellungskraft.
Denn genau das können Bilder nicht, selbst nicht die realsten: Die Wirklichkeit erfassen. Sie entsteht im Kopf. Es entbehrt darum nicht einer gewissen Ironie, dass etliche dieser bearbeiteten Motive meiner Werbearbeit entstammen. Einem Genre, im dem die "Wirklichkeit" unter Vortäuschung von Realität mit sehr viel Kalkül verwendet wird.